Freiberg. Forschung soll nicht im Labor enden. Genau dort setzt ein neues europäisches Projekt an, das von der TU Bergakademie Freiberg koordiniert wird. EURECA-SPARK erhält rund 2 Millionen Euro Förderung und soll Studierende, Promovierende und Forschende stärker darauf vorbereiten, aus wissenschaftlichen Ideen konkrete Innovationen und wirtschaftliche Anwendungen zu entwickeln.
Digitales MicroDegree als Herzstück
Zentraler Bestandteil des Projekts ist ein vollständig digitales „MicroDegree“ für Innovation und Entrepreneurship.
Das Curriculum soll aus mindestens zehn eigenständigen Mikrozertifikaten bestehen. Entwickelt werden die Inhalte gemeinsam von Universitäten, Forschungszentren und Industriepartnern.
Zu den Themen gehören unter anderem:
- Management geistigen Eigentums,
- Marktvalidierung,
- verantwortungsvolles Ressourcenmanagement,
- Unternehmensgründung,
- Zusammenarbeit mit Industriepartnern.
Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller mit realen Herausforderungen aus Unternehmen zu verbinden.
Freiberg koordiniert europäisches Netzwerk
Die TU Bergakademie Freiberg übernimmt die Koordination des Projektes. In Mittelsachsen ist außerdem die Hochschule Mittweida beteiligt.
Weitere Kernuniversitäten befinden sich in Spanien, Griechenland und Frankreich. Hinzu kommen Partner aus Schweden, Italien und den Niederlanden.
Projektkoordinator Willem Zank beschreibt den Ansatz so:
„EURECA-SPARK bringt Studierende, Forschende und Unternehmen zusammen.“
Das Projekt soll nach seinen Angaben dabei helfen, Forschung in Innovation und Innovation wiederum in Wirtschaftswachstum zu überführen.
Fokus auf Rohstoffe, Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft
Inhaltlich konzentriert sich EURECA-SPARK besonders auf Zukunftsfelder, die eng mit dem Profil Freibergs verbunden sind.
Dazu gehören kritische Rohstoffe, digitale Technologien, Kreislaufwirtschaft und Klimatechnologien. Außerdem soll ein eigener Start-up-Pfad entstehen, über den wissenschaftliche Projekte an Inkubatoren und europäische Förderprogramme angebunden werden können.
Das Vorhaben wurde vom Europäischen Institut für Innovation und Technologie ausgewählt. Von 138 Bewerbungen erhielten lediglich 17 Projekte in der entsprechenden Förderlinie den Zuschlag.
Für Freiberg bedeutet das nicht nur zusätzliche Fördermittel. Die Universität stärkt damit auch ihre Rolle als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Gründung und Industrie.
Quellen und Datenbasis
- TU Bergakademie Freiberg, 15. Juli 2026: EURECA-SPARK und digitales MicroDegree für Innovation und Entrepreneurship.