Dresden fordert vom Bund eine verlässlichere Finanzierung der Bahnverbindungen nach Prag und Görlitz. Die beiden Strecken gelten für die Stadt als zentrale Achsen Richtung Tschechien und Polen. Oberbürgermeister und Verkehrsbürgermeister hatten bereits davor gewarnt, dass fehlende Bundesmittel wichtige Ausbauvorhaben verzögern könnten.
Wirtschaftsstandort braucht internationale Anbindung
Die Stadt begründet ihre Forderung insbesondere mit Dresdens wachsender Bedeutung als europäischer Halbleiter- und Wissenschaftsstandort.
Unternehmen, Forschungseinrichtungen und internationale Fachkräfte sind auf schnelle und verlässliche Verbindungen in die Nachbarländer angewiesen.
Dresden-Prag gilt als Schlüsselprojekt
Die Verbindung nach Prag soll langfristig deutlich leistungsfähiger werden. Dazu gehört auch die geplante Neubaustrecke mit Basistunnel durch das Erzgebirge.
Für Dresden ist das Projekt nicht nur verkehrspolitisch, sondern auch wirtschaftlich von strategischer Bedeutung.
Görlitz verbindet Dresden mit Polen
Auch die Strecke Richtung Görlitz spielt eine zentrale Rolle für grenzüberschreitende Verbindungen nach Polen.
Gerade für den Wirtschaftsraum Sachsen und die Lausitz sieht Dresden in einer leistungsfähigen Schienenachse zusätzliches Potenzial für Pendler, Tourismus und Unternehmen.
Stadt fordert verlässliche Bundesplanung
Dresden kritisiert vor allem, dass langfristige Infrastrukturvorhaben ohne gesicherte Bundesmittel nur schwer planbar sind.
Die Stadt verlangt deshalb verbindliche Finanzierungsentscheidungen, damit die Projekte nicht immer wieder verschoben werden.
Quelle:
Landeshauptstadt Dresden, gemeinsames Statement von Oberbürgermeister und Verkehrsbürgermeister zu den Bahnstrecken Dresden–Prag und Dresden–Görlitz.