Das Bauhausfest kehrt am 4. und 5. September in großer Form an das Bauhausgebäude in Dessau zurück. Unter dem Motto „Salto | Takt | Form“ verbindet die Stiftung Bauhaus Dessau zeitgenössischen Zirkus mit Tanz, Musik, Performances, Installationen und Angeboten zum Mitmachen.

Wie die Stiftung Bauhaus Dessau mitteilt, gehört das Fest zu den Höhepunkten des Jubiläumsjahres „Bauhaus Dessau 100“. Zwei Abende lang sollen Gebäude und Gelände zu Bühnen, Begegnungsorten und experimentellen Kunsträumen werden.

Zirkusbegeisterung der Bauhäusler wird neu interpretiert

Inhaltlich greift das Fest die Begeisterung für Zirkus und Bewegung am historischen Bauhaus auf.

Bereits in den 1920er Jahren spielten Zirkusmotive bei Bühnenarbeiten und Festen eine wichtige Rolle. Das Bauhausfest 2026 überträgt diese Tradition mit zeitgenössischen Künstlern, Hochschulen und Kulturpartnern in die Gegenwart.

Internationale Studierende aus Zirkushochschulen in Belgien, den Niederlanden und Deutschland zeigen beispielsweise die Performance „Formenspiele – Versuchsanordnung Zukunft“.

Absolventinnen des Internationalen Masterprogramms Choreographie der Palucca Hochschule für Tanz Dresden greifen mit „Tender Silliness / Zärtliche Albernheit“ eine Zirkus-Performance von Lou Scheper aus dem Jahr 1926 auf.

Balkone und Bauhausgelände werden zur Bühne

Mehrere Produktionen wurden eigens für das Bauhausfest entwickelt.

Der Upsala-Circus Zeitz präsentiert mit „Heiterkeit“ eine immersive Straßenperformance über Freiheit und Gemeinschaft. Der Kinder- und Jugendzirkus Raxli Faxli aus Dessau-Roßlau zeigt die Produktion „Archimagie!“.

Eine besonders raumgreifende Arbeit entsteht mit „EXTREM Hoch 4“: Celia Millán und das Sorbische National-Ensemble bespielen erstmals sämtliche Balkone des Ateliergebäudes. Dabei treffen Impulse aus Oskar Schlemmers Stäbetanz auf das sorbische Osterklappern.

Auch die Performance „Bauhausgeister“ nimmt historische Masken- und Stäbetänze der Bauhausbühne auf.

Musik, KI und Performances im Nordflügel

Das gesamte Bauhausgelände wird während des Festes einbezogen.

Im Nordflügel gestaltet die Plattform Unguarded Berlin Performances, Soundinstallationen und DJ-Sets. Die Ausstellung „Performative Machines“ beschäftigt sich mit Verbindungen zwischen Mensch und Maschine, künstlicher Intelligenz und offenen Technologien.

Beteiligt sind Studierende der Hochschule Anhalt, des Berlin Open Lab der Universität der Künste Berlin und des metaLAB der Freien Universität Berlin.

Am Samstagabend kommen außerdem Jazz, Swing und elektronische Musik hinzu. Time Rag Department, DJ Stephan Wuthe, Laturb, NUJU und die Selbstgebaute Musik Band gehören zum angekündigten Programm.

Besucher können selbst mitmachen

Das Bauhausfest setzt nicht ausschließlich auf Aufführungen.

Bei Workshops können Besucher Jonglage ausprobieren oder Lindy Hop und Charleston kennenlernen. Der Designshop wird zur Lounge mit Gesprächen, künstlerischen Interventionen und einer Flappers Bar.

Das Vermittlungsangebot „Neue Verbindungen“ beschäftigt sich zudem mit Materialien der Moderne wie Glas, Beton und Metall.

Am Samstag geht auch die Jubiläums-Tombola zugunsten des Inklusionsprogramms „Neue Verbindungen“ weiter. Zu gewinnen sind unter anderem Kleidungsstücke aus der Kooperation Bauhaus Dessau x Adidas.

Fest startet am 4. September

Eröffnet wird das Bauhausfest am Freitag, 4. September, um 19 Uhr auf der Festebene des Bauhausgebäudes.

Angekündigt sind Staatssekretär Dr. Sebastian Putz und Bauhaus-Direktorin Dr. Barbara Steiner. Die Cellistin und Vokalistin Mathilde Vendramin begleitet die Eröffnung musikalisch.

Am Samstag, 5. September, beginnt das Vorprogramm bereits um 13 Uhr. Um 15.30 Uhr wird im Bauhaus Museum Dessau außerdem die Ausstellung „Gong | Schlag | Pfiff“ des dänischen Künstlerinnen-Duos Astrup & Bordorff eröffnet.

Das Bauhausfest selbst läuft am Freitag von 19 bis 23 Uhr und am Samstag von 19 bis 1 Uhr. Der Eintritt kostet fünf Euro pro Tag, Besucher unter 18 Jahren haben freien Eintritt.

Quelle:

Stiftung Bauhaus Dessau, Presseinformation zum Bauhausfest 2026 „Salto | Takt | Form“.