Wie eng Vietnam und die Niederlausitz miteinander verbunden sind, zeigt heute eine Sonderführung in Cottbus. Die Ausstellung „Vietnam und die Niederlausitz – Verbundene Welten“ beschäftigt sich mit Arbeit, Migration, Kultur, Familie und dem gesellschaftlichen Ankommen vietnamesischer Menschen in der Region.

Viele kamen als Vertragsarbeiter in die DDR

Ein zentraler Abschnitt der Ausstellung führt in die 1980er Jahre.

Damals kamen vietnamesische Vertragsarbeiter in die DDR, um in verschiedenen Betrieben zu arbeiten. Auch die Niederlausitz wurde dadurch für viele Menschen aus Vietnam zeitweise zum Lebensmittelpunkt.

Die Wende veränderte Lebensentwürfe

Nach 1990 standen viele der Betroffenen vor einer unsicheren Zukunft.

Betriebe verschwanden, Arbeitsverträge änderten sich und politische Rahmenbedingungen wurden völlig neu geordnet. Manche kehrten nach Vietnam zurück, andere entschieden sich dafür, in Deutschland zu bleiben.

Aus Arbeitsmigration wurde Heimat

Heute gehören vietnamesische Familien selbstverständlich zum wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben der Region.

Gastronomie, Handel, Dienstleistungen und Vereinsleben sind nur einige Bereiche, in denen die Community sichtbar ist.

Ausstellung spricht auch über Ausgrenzung

Zur Geschichte gehört jedoch nicht nur Integration.

Die Ausstellung thematisiert ausdrücklich auch Erfahrungen zwischen Anerkennung und Ausgrenzung und versucht damit, die Entwicklung nicht zu idealisieren.

Gerade dadurch entsteht ein differenziertes Bild einer Migrationsgeschichte, die inzwischen mehrere Generationen umfasst.

Quellen

Stadt Cottbus/Chóśebuz – Sonderführung „Vietnam und die Niederlausitz – Verbundene Welten“, 8. August 2026