Erinnerung an jüdisches Leben

Zwickauer Ausstellung macht jüdische Lebensgeschichten sichtbar

Hinter historischen Einwohnerlisten und Akten stehen Menschen mit Familien, Berufen und persönlichen Lebenswegen. Eine Zwickauer Ausstellung macht diese Geschichten wieder sichtbar.

Die Präsentation beschäftigt sich mit jüdischem Leben in Zwickau, aber auch mit Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung während der nationalsozialistischen Herrschaft.

Historische Fotografien, Dokumente und biografische Angaben zeigen, dass jüdische Bürger über lange Zeit selbstverständlicher Teil der Stadtgesellschaft waren.

Menschen statt anonymer Opferzahlen

Im Mittelpunkt stehen persönliche Geschichten. Dadurch werden die Betroffenen nicht lediglich als Teil einer statistischen Opferzahl dargestellt.

Besucher erfahren, wo jüdische Familien lebten, welchen Berufen sie nachgingen und welche Rolle sie im gesellschaftlichen Leben der Stadt spielten.

Die Ausstellung zeigt zugleich, wie schrittweise Rechte, Eigentum und persönliche Sicherheit verloren gingen.

Erinnerung bleibt Aufgabe der Gegenwart

Die Auseinandersetzung mit jüdischer Stadtgeschichte endet nicht mit der Darstellung historischer Ereignisse.

Sie stellt auch die Frage, wie heute an verfolgte und ermordete Menschen erinnert wird und welche Verantwortung daraus für die Gegenwart entsteht.

Schulen, Familien und interessierte Bürger können die Ausstellung als Ausgangspunkt für eine vertiefte Beschäftigung mit der Zwickauer Geschichte nutzen.

Quellen

– Stadtverwaltung Zwickau: Ausstellung zu jüdischen Spuren in Zwickau

– Priesterhäuser Zwickau: Informationen zur jüdischen Stadtgeschichte