Die Lausitz soll nicht nur neue Industrien ansiedeln, sondern Rohstoffe künftig stärker im Kreislauf halten. Die Hochschule Zittau/Görlitz beteiligt sich deshalb am Projekt CircEcon. Gemeinsam mit drei weiteren sächsischen Hochschulen sollen Verfahren entwickelt werden, mit denen bislang schwer verwertbare Verbundmaterialien industriell recycelt werden können.
Ein Schwerpunkt liegt am Industriestandort Schwarze Pumpe.
Dort entsteht ein Zentrum, das Forschung und industrielle Anwendung enger miteinander verbinden soll.
Verbundstoffe sind besonders problematisch
Moderne Produkte bestehen häufig aus mehreren miteinander verbundenen Materialien.
Das kann Gewicht sparen und technische Eigenschaften verbessern.
Beim Recycling entsteht jedoch ein Problem: Die verschiedenen Stoffe lassen sich oft nur mit großem Aufwand wieder voneinander trennen.
Genau hier setzt das Forschungsprojekt an.
Vier Hochschulen bündeln Wissen
CircEcon verbindet vier sächsische Hochschulen.
Die Hochschule Zittau/Görlitz bringt dabei eigene Kompetenzen in Kreislaufwirtschaft, Energie- und Umwelttechnik ein.
Das Ziel ist nicht lediglich Grundlagenforschung.
Die entwickelten Lösungen sollen industriell nutzbar werden.
Strukturwandel bekommt zusätzliche Richtung
Für die Lausitz ist Kreislaufwirtschaft ein interessantes Zukunftsfeld.
Der Umbau der ehemaligen Braunkohleregion benötigt neue industrielle Wertschöpfung und Arbeitsplätze.
Recyclingtechnologien könnten dabei einen Bereich schaffen, der Umwelt- und Wirtschaftspolitik miteinander verbindet.
Quellen
Hochschule Zittau/Görlitz – „Aus Müll wird Rohstoff“, CircEcon, 6. Juli 2026