Bei der touristischen Finanzierung steht Sassnitz vor einer technischen und organisatorischen Veränderung. Zum 1. Januar 2027 soll die Erfassung der Kurabgabe auf ein neues System umgestellt werden. Die politische Vorbereitung dafür läuft bereits seit mehreren Monaten.
Der Systemwechsel wurde sowohl im Wirtschafts- als auch im Finanzausschuss behandelt.
Auch in der Stadtvertretung stand die entsprechende Beschlussvorlage auf der Tagesordnung.
Kurabgabe finanziert touristische Infrastruktur
Die Kurabgabe ist für Sassnitz ein wichtiger Bestandteil der Tourismusfinanzierung.
Damit werden Angebote und Infrastruktur mitfinanziert, die vor allem Gästen zugutekommen, aber auch von Einwohnern genutzt werden.
Dazu können touristische Informationsangebote, Veranstaltungen und weitere Leistungen gehören.
Einwohnerkarte soll Einheimische einbeziehen
Parallel führt die Stadt die Einwohnerkarte ein.
Sie soll Sassnitzern ähnliche Vorteile ermöglichen wie Gästen mit Kurkarte.
Damit versucht die Stadt, die Akzeptanz der touristischen Finanzierung zu erhöhen und zugleich einen konkreten Mehrwert für Einheimische zu schaffen.
Digitalisierung kann Vermieter entlasten
Ein moderneres Erfassungssystem könnte insbesondere Gastgebern Verwaltungsaufwand abnehmen.
Bei tausenden Übernachtungen entstehen große Mengen an Meldedaten.
Je automatisierter diese verarbeitet werden können, desto geringer fällt der manuelle Aufwand aus.
Wie genau das neue System ab 2027 funktioniert, wird für Gastgeber und Ferienwohnungsanbieter deshalb spätestens im Herbst ein wichtiges Thema.
Quellen
Stadt Sassnitz – Beratungen zum Systemwechsel bei der Erfassung der Kurabgabe ab 1. Januar 2027.
Stadt Sassnitz – Kurabgabe und Einwohnerkarte.