Sassnitz treibt ein größeres Photovoltaikprojekt zwischen Gewerbepark und Drosevitz voran. Das Vorhaben trägt inzwischen ausdrücklich den Namen „Agri-PV-Park Drosevitz“. Damit soll deutlich werden, dass die Fläche nicht ausschließlich der Stromerzeugung dienen soll.
Die Stadt veröffentlichte am 20. Juli sowohl die geänderte Planbezeichnung als auch die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit.
Parallel wird der Flächennutzungsplan für den betreffenden Bereich angepasst.
Landwirtschaft und Energie sollen kombiniert werden
Agri-Photovoltaik verfolgt einen anderen Ansatz als klassische Solarparks.
Die Fläche soll zumindest teilweise weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden können, während darüber oder dazwischen Solarmodule Strom produzieren.
Dadurch soll der Konkurrenzdruck zwischen Energieerzeugung und Landwirtschaft reduziert werden.
Planung betrifft Flächen außerhalb der Kernstadt
Der geplante Bereich liegt zwischen dem Sassnitzer Gewerbepark und dem Ortsteil Drosevitz.
Dafür ist sowohl ein eigener Bebauungsplan als auch eine Änderung des Flächennutzungsplans notwendig.
Bürger können frühzeitig Einfluss nehmen
Das Verfahren befindet sich noch nicht am Ende.
Gerade die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung dient dazu, Hinweise zu Natur, Landschaft, Landwirtschaft und Nachbarschaft aufzunehmen.
Erst danach kann ein detaillierterer Entwurf entstehen.
Für Sassnitz ist das Projekt Teil der Frage, wie Energieerzeugung und kommunale Flächenentwicklung künftig miteinander verbunden werden.
Quellen
Stadt Sassnitz – Bebauungsplan Nr. 57 „Agri-PV-Park Drosevitz“ und 15. Änderung des Flächennutzungsplans.