Die Grundschule „Ostseeblick“ bleibt eines der größten Bildungsprojekte in Sassnitz. Seit Jahren wird an der Modernisierung und Erweiterung gearbeitet. Trotz erheblicher Fördermittel sieht die Stadt weiterhin eine Finanzierungslücke bei den notwendigen Maßnahmen.

Bereits 2025 waren weitere 1,2 Millionen Euro für Sanierung und Erweiterung angekündigt worden.

Die Stadt zählt die Schule dennoch weiterhin zu den Beispielen dafür, dass kommunale Eigenmittel für große Investitionen fehlen.

Moderne Schulen kosten mehr als neue Farbe

Bei einer umfassenden Schulsanierung geht es nicht nur um Wände und Dächer.

Brandschutz, Barrierefreiheit, Energieversorgung, digitale Infrastruktur und moderne Unterrichtsräume erhöhen den Investitionsbedarf erheblich.

Hinzu kommt, dass Bauarbeiten häufig während des laufenden Schulbetriebes organisiert werden müssen.

Sassnitz sieht Bund und Land stärker in der Pflicht

Die Stadt nutzt das Projekt inzwischen auch in ihrer politischen Argumentation.

Beim Aktionstag „Kommunen am Limit“ wurde ausdrücklich darauf verwiesen, dass Kinder und Lehrkräfte moderne Lernbedingungen brauchen, die Kommune aber nicht alle erforderlichen Eigenmittel aufbringen kann.

Schule entscheidet über Attraktivität der Stadt

Für Familien ist Bildungsinfrastruktur ein wichtiger Standortfaktor.

Eine touristisch attraktive Stadt bleibt als Wohnort nur dann konkurrenzfähig, wenn auch Schulen, Kitas und Freizeitangebote zeitgemäß sind.

Die Grundschule Ostseeblick wird deshalb noch länger ein wichtiges Investitionsthema bleiben.

Quellen

Stadt Sassnitz – Fördermittel für Sanierung und Erweiterung der Grundschule Ostseeblick.

Stadt Sassnitz – „Kommunen am Limit“ zur kommunalen Bildungsinfrastruktur.