Affalterbach. Während viele Hersteller ihre großen Verbrennungsmotoren zurückfahren, hält Mercedes-AMG bei seinen Performance-SUVs am Achtzylinder fest. Der GLE 63 S 4MATIC+, das GLE 63 S Coupé und der GLS 63 4MATIC+ sind ab sofort bestellbar. Herzstück bleibt ein 4,0-Liter-V8-Biturbo – allerdings umfangreich überarbeitet.

Einstieg bei 170.045 Euro

Günstig sind die neuen Modelle erwartungsgemäß nicht.

Der GLE 63 S 4MATIC+ startet in Deutschland bei 170.045 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Für das Coupé verlangt Mercedes-AMG mindestens 175.662 Euro. Der größere GLS 63 beginnt bei 193.684 Euro.

Hinzu kommen jeweils Überführungskosten beziehungsweise Kosten für die Werksabholung.

Die Preise im Überblick:

  • GLE 63 S 4MATIC+: ab 170.045 Euro
  • GLE 63 S Coupé: ab 175.662 Euro
  • GLS 63 4MATIC+: ab 193.684 Euro

612 PS aus überarbeitetem V8

AMG bezeichnet den weiterentwickelten Motor als M177 Evo. Er leistet weiterhin 450 kW beziehungsweise 612 PS und stellt maximal 850 Newtonmeter zwischen 2.500 und 4.500 Umdrehungen pro Minute bereit.

Zu den wesentlichen Änderungen zählt eine neue Flat-Plane-Kurbelwelle. Sie soll rotierende Massen reduzieren und damit Ansprechverhalten und Drehfreude verbessern.

Außerdem wurden unter anderem Einspritzung, Ein- und Auslasskanäle, Einlassnockenwelle sowie Teile der Turbolader überarbeitet. Serienmäßig kommt weltweit ein Partikelfilter zum Einsatz.

Mildhybrid liefert kurzzeitig weitere 23 PS

Ergänzt wird der Achtzylinder durch ein 48-Volt-Mildhybridsystem mit integriertem Starter-Generator.

Dieses kann zusätzlich 17 kW beziehungsweise 23 PS und 205 Newtonmeter beitragen.

Damit beschleunigt der GLE 63 S laut Hersteller in 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der größere GLS 63 benötigt 4,2 Sekunden.

Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf bis zu 280 km/h begrenzt.

Verbrauch bleibt hoch

Trotz technischer Überarbeitung bleiben die großen Performance-SUVs verbrauchsstark.

Mercedes nennt für den GLE 63 S je nach Variante kombinierte WLTP-Werte zwischen 13,0 und 13,5 Litern je 100 Kilometer. Beim GLS 63 sind es 13,4 bis 13,7 Liter.

Die CO₂-Emissionen liegen zwischen 296 und 312 Gramm pro Kilometer. Alle drei Modelle werden der CO₂-Klasse G zugeordnet.

Neue Front und aktive Wankstabilisierung

Auch optisch wurden die Modelle überarbeitet. Die Front erhält einen neu gestalteten AMG-Kühlergrill, größere Lufteinlässe und eine eigene LED-Lichtsignatur.

Serienmäßig verbaut AMG das Fahrwerk RIDE CONTROL+ mit Luftfederung und adaptiver Dämpfung.

Hinzu kommt AMG ACTIVE RIDE CONTROL, das die Seitenneigung in Kurven reduzieren soll. Ein elektronisch geregeltes Hinterachs-Sperrdifferenzial sowie der variable Allradantrieb AMG Performance 4MATIC+ gehören ebenfalls zur Serienausstattung.

Im Gelände lässt sich das Fahrzeugniveau im Fahrprogramm „Trail“ um 55 Millimeter anheben.

Bis zu 23 Zoll große Räder

Beim GLE sind Räder mit bis zu 22 Zoll erhältlich, beim GLS bis zu 23 Zoll.

Im Innenraum stehen verschiedene Nappa-Lederausstattungen und MANUFAKTUR-Optionen zur Wahl. Auch individuelle Lackierungen und Carbon-Zierteile gehören zum zusätzlichen Angebot.

Mit dem Verkaufsstart zeigt Mercedes-AMG zugleich, dass der klassische V8 zumindest in diesem Fahrzeugsegment noch nicht ausgedient hat. Statt vollständiger Elektrifizierung setzt der Hersteller bei GLE 63 S und GLS 63 vorerst auf die Kombination aus weiterentwickeltem Achtzylinder und 48-Volt-Technik.

Quellen und Datenbasis

  • Mercedes-Benz AG / Mercedes-AMG, Presse-Information vom 28. Juli 2026: Verkaufsstart Mercedes-AMG GLE 63 S 4MATIC+ und GLS 63 4MATIC+.