Der spektakuläre Großbrand auf dem ehemaligen RAW-Gelände ist gelöscht, doch die Folgen beschäftigen Meiningen weiterhin. Die betroffene Industriehalle ist nach Angaben der Stadt akut einsturzgefährdet. Teile der Deckenkonstruktion sind bereits eingebrochen, ein Betreten des Gebäudes ist lebensgefährlich.
Das Feuer war am 28. Juli gegen 15.50 Uhr ausgebrochen.
182 Einsatzkräfte im Großeinsatz
Insgesamt waren rund 182 Kräfte im Einsatz.
Die Löscharbeiten zogen sich bis in den folgenden Morgen. Wegen der Einsturzgefahr konnte die Feuerwehr den Hallenkomplex nicht betreten und musste weitgehend von außen löschen.
Die Rauchsäule war so groß, dass sie bis weit nach Bayern sichtbar war und dort teilweise sogar Fehlalarmierungen auslöste.
Halle ist ein Totalverlust
Stadtbrandmeister Michael Friedrich bezeichnete die betroffene Halle als Totalverlust.
Personen wurden nach Angaben der Stadt nicht verletzt. Die Warnmeldung für die Bevölkerung konnte nach Ende der akuten Gefahrenlage aufgehoben werden.
Dampflokwerk war nicht betroffen
Wichtig für den Standort: Weder die Dampflok Erlebniswelt noch das weiterhin aktive Dampflokwerk der Deutschen Bahn waren gefährdet.
Das DB-Werk konnte bereits am folgenden Mittwochvormittag wieder regulär arbeiten.
Privater Eigentümer muss Gelände sichern
Der abgebrannte Bereich gehört nicht der Stadt, sondern wurde bereits an einen privaten Eigentümer verkauft.
Bürgermeister Fabian Giesder kündigte an, auf die Verkehrssicherungspflicht des Eigentümers hinzuwirken. Die Stadt werde den Prozess im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen.
Damit verschiebt sich die Aufgabe nach dem Feuer: Aus einem Feuerwehrgroßeinsatz wird nun ein längerfristiges Sicherheits- und Grundstücksproblem.
Quellen
Stadt Meiningen – Großbrand im ehemaligen Reichsbahn-Ausbesserungswerk, Einsatz- und Lageinformationen vom 28. und 29. Juli 2026.
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