Mehr als 700 Millionen Euro haben Unternehmen bislang im Star Park Halle A 14 investiert. Nun soll ein Nacherschließungsprogramm im Umfang von rund 25 Millionen Euro das vollständig belegte Industriegebiet für Erweiterungen und neue Bauvorhaben fit machen.

Halles Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt hat sich dazu mit den Bürgermeistern von Landsberg und Kabelsketal sowie der Geschäftsführung der Entwicklungsgesellschaft Industriegebiet Halle-Saalkreis getroffen. Im Mittelpunkt des Wirtschaftsgesprächs standen die weitere Entwicklung des Standortes und die Zusammenarbeit der beteiligten Kommunen.

Rund 3.500 Arbeitsplätze im Industriegebiet

Im Star Park arbeiten nach Angaben der Stadt Halle inzwischen rund 3.500 Menschen. Die dort ansässigen Unternehmen haben zusammen mehr als 700 Millionen Euro am Standort investiert.

Die Gesprächsteilnehmer zogen deshalb eine positive Bilanz der bisherigen Entwicklung. Zugleich verständigten sie sich darauf, die Wirtschaftsförderung und den behördlichen Unternehmensservice weiter zu verbessern.

25 Millionen Euro für die Nacherschließung

Die Grundlage für die nächste Entwicklungsstufe bildet ein umfangreiches Nacherschließungsprogramm. Dafür ist ein Investitionsvolumen von rund 25 Millionen Euro vorgesehen.

Ausgebaut werden sollen die Verkehrs-, Medien- und Gleisinfrastruktur. Dadurch soll die langfristige Leistungsfähigkeit des vollständig belegten Industriegebietes gesichert werden.

Zugleich entstehen nach Angaben der Stadt die Voraussetzungen dafür, dass bereits ansässige Unternehmen ihre Werke erweitern oder zusätzliche Gebäude errichten können.

Land Sachsen-Anhalt beteiligt sich an der Finanzierung

Umgesetzt werden die Maßnahmen durch die Entwicklungsgesellschaft Industriegebiet Halle-Saalkreis.

Ein wesentlicher Teil der Finanzierung stammt aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ des Landes Sachsen-Anhalt. Mit diesem Förderinstrument werden Investitionen unterstützt, die die wirtschaftliche Entwicklung und die regionale Infrastruktur stärken sollen.

Verwaltungsservice aus einer Hand

Halle, Landsberg und Kabelsketal wollen die Weiterentwicklung des Star Parks weiterhin gemeinsam begleiten. Unternehmen sollen nach dem Willen der drei Verwaltungschefs einen schnellen, verlässlichen und möglichst bürokratiearmen Verwaltungssupport erhalten.

Dabei geht es insbesondere darum, Abstimmungen über kommunale Grenzen hinweg zu vereinfachen und betriebliche Investitionen zügig zu begleiten.

Die enge Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Städten und Gemeinden gilt nach Einschätzung der Verwaltungschefs als wesentlicher Erfolgsfaktor für den Standort.

Bessere Erreichbarkeit für Fachkräfte

Ein weiterer Schwerpunkt ist der öffentliche Personennahverkehr. Die bestehenden Verbindungen sollen bedarfsgerecht verbessert werden, damit Beschäftigte aus der gesamten Region den Star Park leichter erreichen können.

Eine bessere Anbindung könnte nicht nur den Arbeitsweg verkürzen, sondern den Standort auch für Unternehmen attraktiver machen, die auf Fachkräfte aus einem größeren Einzugsgebiet angewiesen sind.

Weiteres Strategietreffen bereits vereinbart

Die drei Verwaltungschefs wollen die anstehenden Projekte eng begleiten und kommende Maßnahmen gemeinsam abstimmen.

Dafür wurde bereits ein weiteres Strategietreffen vereinbart. Die interkommunale Zusammenarbeit soll damit nicht auf einzelne Bauvorhaben beschränkt bleiben, sondern dauerhaft fortgesetzt werden.

Quellen

• Stadt Halle (Saale): Presseinformation „Schulterschluss für den Star Park: Oberbürgermeister trifft die Bürgermeister von Landsberg und Kabelsketal“, veröffentlicht am 5. August 2026