Gubens industrielle Basis ist größer, als es die Einwohnerzahl der Stadt vermuten lässt. Im Industriegebiet Süd sind nach aktuellen Angaben rund 35 Unternehmen mit insgesamt mehr als 1.400 Beschäftigten angesiedelt. Damit bleibt der Standort eines der wichtigsten wirtschaftlichen Zentren im südöstlichen Brandenburg.
Die heutige Struktur knüpft an die lange Chemiefasertradition Gubens an.
Gleichzeitig hat sich das Gebiet in den vergangenen Jahren deutlich diversifiziert.
Internationale Unternehmen nutzen Grenzlage
Zu den bekannten Betrieben gehören unter anderem Unternehmen aus den Bereichen Polymerchemie, Schaumstoff und Kunststoffverarbeitung.
Ein wichtiger Standortvorteil liegt nur wenige Kilometer entfernt: der deutsch-polnische Grenzübergang Gubinek.
Dadurch erreichen Firmen nicht nur den deutschen Markt, sondern auch Polen sowie weitere Märkte in Mittel- und Osteuropa vergleichsweise schnell.
Gleisanschluss bleibt Wirtschaftsfaktor
Das Industriegebiet verfügt außerdem über einen Anschluss an das überregionale Eisenbahnnetz.
Gerade für größere Produktionsbetriebe kann das ein wichtiger Vorteil sein.
Schwere Rohstoffe und Produkte lassen sich auf der Schiene transportieren, ohne sämtliche Mengen über die Straße bewegen zu müssen.
Neue Ansiedlungen verändern Guben
Zu den jüngeren Investitionen gehört auch der neue Produktionsstandort des Snackherstellers Jack Link's.
Nach Angaben der Stadt werden dort wöchentlich inzwischen mehr als 2,5 Millionen BiFi-Produkte hergestellt.
Für Guben ist diese industrielle Entwicklung zentral.
Während die Stadt demografisch weiterhin Herausforderungen bewältigen muss, schafft eine starke Wirtschaft Arbeitsplätze und kann neue Einwohner anziehen.
Quellen
Stadt Guben – Industriegebiet Guben Süd.