Görlitz. Am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau beginnt in wenigen Tagen eine neue Leitungsphase. Zum 1. August 2026 übernimmt Philipp Bormann die Geschäftsführung der gemeinsamen Theatergesellschaft. Der bisherige Intendant und Geschäftsführer Daniel Morgenroth scheidet mit Ablauf des 31. Juli aus.

Bormann kommt aus dem eigenen Haus

Der Wechsel bedeutet keinen vollständigen Neuanfang von außen. Philipp Bormann ist aktuell Verwaltungsdirektor des Theaters und kennt dessen Strukturen bereits genau. Das Theater führt ihn noch unmittelbar vor dem Wechsel in dieser Funktion.

Der Görlitzer Stadtrat hatte der Personalentscheidung bereits Ende 2025 zugestimmt. Auch der Kreistag des Landkreises Görlitz beschloss die Abberufung Morgenroths zum 31. Juli und Bormanns Berufung zum 1. August.

Künstlerischer Anspruch trifft auf Kostendruck

Bormann übernimmt das Haus in einer anspruchsvollen Phase.

Im Gespräch mit MDR Kultur hatte der künftige Intendant bereits angekündigt, experimentelle Formate mit Produktionen verbinden zu wollen, die ein breites Publikum erreichen. Gleichzeitig verwies er auf finanzielle Herausforderungen für das Theater.

Damit wird sich seine Arbeit nicht allein daran messen lassen, welche Stücke auf dem Spielplan stehen. Es geht ebenso um Besucherzahlen, Finanzierung und das Gleichgewicht zwischen den Standorten Görlitz und Zittau.

Theater mit zwei Städten

Das Gerhart-Hauptmann-Theater ist eine gemeinsame Kulturinstitution für Görlitz und Zittau. Entsprechend muss die neue Leitung unterschiedliche Interessen zusammenführen.

Mit Bormann übernimmt jemand, der die Verwaltung bereits aus eigener Arbeit kennt. Gerade angesichts finanzieller Herausforderungen könnte diese Kontinuität ein Vorteil sein.

Am 1. August beginnt nun offiziell seine Verantwortung an der Spitze.

Quellen und Datenbasis

  • Stadt Görlitz, Stadtratsbeschluss zur Geschäftsführung.
  • Landkreis Görlitz, Kreistagsbeschluss vom Dezember 2025.
  • Gerhart-Hauptmann-Theater, aktuelle Teamangaben.
  • MDR Kultur zu Bormanns Plänen und finanziellen Herausforderungen.