Noch liegt er unter der Wasseroberfläche und bleibt den meisten Spaziergängern verborgen. Doch wenn die Elbe in Coswig künftig deutliches Niedrigwasser führt, soll in der Nähe des Fähranlegers Kötitz ein neuer Hungerstein auftauchen. Der Stein trägt die Jahreszahl 2026 und knüpft an eine jahrhundertealte Tradition entlang der Elbe an. Für Coswig ist es nach Angaben der Stadt das erste derartige Zeichen.

Stein wurde nahe dem Fähranleger in die Elbe gebracht

Der neue Coswiger Hungerstein befindet sich in der Nähe des Fähranlegers in Kötitz.

Bewusst wurde er so platziert, dass er bei normalen Wasserständen unter der Oberfläche verborgen bleibt. Erst wenn der Wasserstand der Elbe deutlich sinkt, soll der Stein sichtbar werden.

Damit erfüllt er genau jene Funktion, die Hungersteine seit Jahrhunderten besitzen: Sie markieren außergewöhnlich niedrige Wasserstände und machen Trockenperioden auch für spätere Generationen nachvollziehbar.

Der Coswiger Stein trägt dafür die Jahreszahl 2026.

Wann er erstmals vollständig sichtbar sein wird, lässt sich nicht vorhersagen. Das hängt von der weiteren Entwicklung des Elbpegels und künftigen Niedrigwasserperioden ab.

Idee stammt von Coswigs Ordnungsamtsleiter Olaf Lier

Angestoßen wurde das Vorhaben von Olaf Lier, Fachbereichsleiter Ordnungswesen der Großen Kreisstadt Coswig.

Entlang der Elbe gibt es bereits mehrere bekannte Hungersteine. In Dresden, Radebeul und Meißen gehören solche Steine teilweise seit langer Zeit zur lokalen Flussgeschichte.

Coswig verfügte bislang jedoch nicht über ein entsprechendes Zeichen.

Lier griff deshalb die Idee auf, auch in der Großen Kreisstadt an diese historische Tradition anzuknüpfen.

Unterstützung erhielt er von Steffen Spindler. Der ehemalige Lehrer am Gymnasium Coswig betreibt ehrenamtlich die Camera Obscura im Fährhaus Kötitz und stellte den Stein für das Projekt zur Verfügung.

Steffen Spindler schlug die Jahreszahl 2026 ein

Spindler beschränkte sich nicht auf die Bereitstellung des Steins.

Er schlug auch die Jahreszahl 2026 in dessen Oberfläche ein. Damit wird für spätere Betrachter erkennbar sein, in welchem Jahr der Coswiger Hungerstein angelegt wurde.

Die Jahreszahl erhält ihre eigentliche Wirkung allerdings erst dann, wenn der Wasserstand entsprechend niedrig ist.

Bei normalen oder höheren Pegeln verschwindet der Stein wieder unter den Fluten. Wer in einigen Jahren oder Jahrzehnten die eingemeißelte Zahl entdeckt, sieht damit zugleich ein Zeugnis aus dem Jahr 2026.

So entsteht ein ungewöhnliches Zeitdokument, dessen Sichtbarkeit unmittelbar von der Elbe selbst bestimmt wird.

Hungersteine erinnern an Zeiten von Trockenheit und Not

Hungersteine sind keine moderne Erfindung.

Ihre Geschichte reicht mehrere Jahrhunderte zurück. Entlang von Flüssen wurden große Steine im Flussbett mit Jahreszahlen, Zeichen oder Inschriften versehen, wenn der Wasserstand ungewöhnlich niedrig war.

Solche Niedrigwasserperioden hatten früher häufig weitreichende Folgen. Niedrige Flussstände konnten die Schifffahrt beeinträchtigen, Mühlen und andere vom Wasser abhängige Gewerbe treffen und mit längeren Trockenphasen verbunden sein.

Trockenheit wiederum bedrohte Ernten und verschärfte in früheren Jahrhunderten die Versorgungslage.

Wenn bestimmte Steine im Flussbett sichtbar wurden, verband sich damit deshalb vielfach die Erinnerung an wirtschaftliche Schwierigkeiten, Missernten oder drohenden Hunger.

Daraus entwickelte sich die Bezeichnung „Hungerstein“.

Elbe besitzt eine lange Hungerstein-Tradition

Gerade an der Elbe sind mehrere historische Hungersteine bekannt.

Sie machen sichtbar, dass extreme Niedrigwasserstände kein ausschließlich modernes Phänomen sind. Zugleich dokumentieren die eingemeißelten Jahreszahlen, wie Menschen früher versucht haben, außergewöhnliche Naturereignisse für kommende Generationen festzuhalten.

Der neue Stein in Coswig unterscheidet sich von historischen Exemplaren insofern, als er bewusst im Jahr 2026 neu angelegt wurde.

Er ist damit kein wiederentdecktes jahrhundertealtes Relikt, sondern eine Fortsetzung der Tradition.

Genau darin liegt sein besonderer Charakter: Die Stadt greift eine historische Form der Erinnerung auf und führt sie in der Gegenwart weiter.

Kötitz erhält ein neues Stück Elbgeschichte

Der Standort nahe dem Fähranleger passt zu diesem Gedanken.

Kötitz ist eng mit der Elbe verbunden. Die Fährstelle und das Fährhaus gehören zu den prägenden Elementen des Ortsteils.

Mit dem Hungerstein kommt nun ein weiteres Detail hinzu, das die Verbindung zwischen Ort und Fluss sichtbar macht – allerdings nur zeitweise.

Der Stein soll kein dauerhaft sichtbares Denkmal am Ufer sein. Sein Auftauchen wird vielmehr selbst zum Ereignis.

Je höher die Elbe steht, desto tiefer bleibt das neue Zeichen verborgen. Sinkt das Wasser weit genug, kommt die Jahreszahl 2026 zum Vorschein.

Damit lässt sich künftig unmittelbar beobachten, wann der Fluss einen außergewöhnlich niedrigen Stand erreicht.

Wann „2026“ sichtbar wird, entscheidet die Elbe

Ob der neue Hungerstein bereits bald zu sehen sein wird oder zunächst für längere Zeit unter Wasser bleibt, ist offen.

Genau das gehört zum Konzept.

Die Stadt schafft mit dem Stein kein gewöhnliches Ausstellungsstück, sondern ein Zeichen, dessen Sichtbarkeit von der natürlichen Entwicklung des Flusses abhängt.

Sollte die Elbe in Zukunft starkes Niedrigwasser führen, dürfte der Stein damit auch für Spaziergänger und Besucher am Fähranleger interessant werden.

Dann wird aus der heute noch unter Wasser verborgenen Jahreszahl ein sichtbares Erinnerungszeichen.

Coswig hat damit eine alte Elbtradition aufgegriffen und ihr ein neues Kapitel hinzugefügt.

Quellen

Große Kreisstadt Coswig – Presseinformation „Coswiger Hungerstein erinnert an Niedrigwasser und alte Elbtradition“Noch liegt er unter der Wasseroberfläche und bleibt den meisten Spaziergängern verborgen. Doch wenn die Elbe in Coswig künftig deutliches Niedrigwasser führt, soll in der Nähe des Fähranlegers Kötitz ein neuer Hungerstein auftauchen. Der Stein trägt die Jahreszahl 2026 und knüpft an eine jahrhundertealte Tradition entlang der Elbe an. Für Coswig ist es nach Angaben der Stadt das erste derartige Zeichen.

Stein wurde nahe dem Fähranleger in die Elbe gebracht

Der neue Coswiger Hungerstein befindet sich in der Nähe des Fähranlegers in Kötitz.

Bewusst wurde er so platziert, dass er bei normalen Wasserständen unter der Oberfläche verborgen bleibt. Erst wenn der Wasserstand der Elbe deutlich sinkt, soll der Stein sichtbar werden.

Damit erfüllt er genau jene Funktion, die Hungersteine seit Jahrhunderten besitzen: Sie markieren außergewöhnlich niedrige Wasserstände und machen Trockenperioden auch für spätere Generationen nachvollziehbar.

Der Coswiger Stein trägt dafür die Jahreszahl 2026.

Wann er erstmals vollständig sichtbar sein wird, lässt sich nicht vorhersagen. Das hängt von der weiteren Entwicklung des Elbpegels und künftigen Niedrigwasserperioden ab.

Idee stammt von Coswigs Ordnungsamtsleiter Olaf Lier

Angestoßen wurde das Vorhaben von Olaf Lier, Fachbereichsleiter Ordnungswesen der Großen Kreisstadt Coswig.

Entlang der Elbe gibt es bereits mehrere bekannte Hungersteine. In Dresden, Radebeul und Meißen gehören solche Steine teilweise seit langer Zeit zur lokalen Flussgeschichte.

Coswig verfügte bislang jedoch nicht über ein entsprechendes Zeichen.

Lier griff deshalb die Idee auf, auch in der Großen Kreisstadt an diese historische Tradition anzuknüpfen.

Unterstützung erhielt er von Steffen Spindler. Der ehemalige Lehrer am Gymnasium Coswig betreibt ehrenamtlich die Camera Obscura im Fährhaus Kötitz und stellte den Stein für das Projekt zur Verfügung.

Steffen Spindler schlug die Jahreszahl 2026 ein

Spindler beschränkte sich nicht auf die Bereitstellung des Steins.

Er schlug auch die Jahreszahl 2026 in dessen Oberfläche ein. Damit wird für spätere Betrachter erkennbar sein, in welchem Jahr der Coswiger Hungerstein angelegt wurde.

Die Jahreszahl erhält ihre eigentliche Wirkung allerdings erst dann, wenn der Wasserstand entsprechend niedrig ist.

Bei normalen oder höheren Pegeln verschwindet der Stein wieder unter den Fluten. Wer in einigen Jahren oder Jahrzehnten die eingemeißelte Zahl entdeckt, sieht damit zugleich ein Zeugnis aus dem Jahr 2026.

So entsteht ein ungewöhnliches Zeitdokument, dessen Sichtbarkeit unmittelbar von der Elbe selbst bestimmt wird.

Hungersteine erinnern an Zeiten von Trockenheit und Not

Hungersteine sind keine moderne Erfindung.

Ihre Geschichte reicht mehrere Jahrhunderte zurück. Entlang von Flüssen wurden große Steine im Flussbett mit Jahreszahlen, Zeichen oder Inschriften versehen, wenn der Wasserstand ungewöhnlich niedrig war.

Solche Niedrigwasserperioden hatten früher häufig weitreichende Folgen. Niedrige Flussstände konnten die Schifffahrt beeinträchtigen, Mühlen und andere vom Wasser abhängige Gewerbe treffen und mit längeren Trockenphasen verbunden sein.

Trockenheit wiederum bedrohte Ernten und verschärfte in früheren Jahrhunderten die Versorgungslage.

Wenn bestimmte Steine im Flussbett sichtbar wurden, verband sich damit deshalb vielfach die Erinnerung an wirtschaftliche Schwierigkeiten, Missernten oder drohenden Hunger.

Daraus entwickelte sich die Bezeichnung „Hungerstein“.

Elbe besitzt eine lange Hungerstein-Tradition

Gerade an der Elbe sind mehrere historische Hungersteine bekannt.

Sie machen sichtbar, dass extreme Niedrigwasserstände kein ausschließlich modernes Phänomen sind. Zugleich dokumentieren die eingemeißelten Jahreszahlen, wie Menschen früher versucht haben, außergewöhnliche Naturereignisse für kommende Generationen festzuhalten.

Der neue Stein in Coswig unterscheidet sich von historischen Exemplaren insofern, als er bewusst im Jahr 2026 neu angelegt wurde.

Er ist damit kein wiederentdecktes jahrhundertealtes Relikt, sondern eine Fortsetzung der Tradition.

Genau darin liegt sein besonderer Charakter: Die Stadt greift eine historische Form der Erinnerung auf und führt sie in der Gegenwart weiter.

Kötitz erhält ein neues Stück Elbgeschichte

Der Standort nahe dem Fähranleger passt zu diesem Gedanken.

Kötitz ist eng mit der Elbe verbunden. Die Fährstelle und das Fährhaus gehören zu den prägenden Elementen des Ortsteils.

Mit dem Hungerstein kommt nun ein weiteres Detail hinzu, das die Verbindung zwischen Ort und Fluss sichtbar macht – allerdings nur zeitweise.

Der Stein soll kein dauerhaft sichtbares Denkmal am Ufer sein. Sein Auftauchen wird vielmehr selbst zum Ereignis.

Je höher die Elbe steht, desto tiefer bleibt das neue Zeichen verborgen. Sinkt das Wasser weit genug, kommt die Jahreszahl 2026 zum Vorschein.

Damit lässt sich künftig unmittelbar beobachten, wann der Fluss einen außergewöhnlich niedrigen Stand erreicht.

Wann „2026“ sichtbar wird, entscheidet die Elbe

Ob der neue Hungerstein bereits bald zu sehen sein wird oder zunächst für längere Zeit unter Wasser bleibt, ist offen.

Genau das gehört zum Konzept.

Die Stadt schafft mit dem Stein kein gewöhnliches Ausstellungsstück, sondern ein Zeichen, dessen Sichtbarkeit von der natürlichen Entwicklung des Flusses abhängt.

Sollte die Elbe in Zukunft starkes Niedrigwasser führen, dürfte der Stein damit auch für Spaziergänger und Besucher am Fähranleger interessant werden.

Dann wird aus der heute noch unter Wasser verborgenen Jahreszahl ein sichtbares Erinnerungszeichen.

Coswig hat damit eine alte Elbtradition aufgegriffen und ihr ein neues Kapitel hinzugefügt.

Quellen

Große Kreisstadt Coswig – Presseinformation „Coswiger Hungerstein erinnert an Niedrigwasser und alte Elbtradition“Noch liegt er unter der Wasseroberfläche und bleibt den meisten Spaziergängern verborgen. Doch wenn die Elbe in Coswig künftig deutliches Niedrigwasser führt, soll in der Nähe des Fähranlegers Kötitz ein neuer Hungerstein auftauchen. Der Stein trägt die Jahreszahl 2026 und knüpft an eine jahrhundertealte Tradition entlang der Elbe an. Für Coswig ist es nach Angaben der Stadt das erste derartige Zeichen.

Stein wurde nahe dem Fähranleger in die Elbe gebracht

Der neue Coswiger Hungerstein befindet sich in der Nähe des Fähranlegers in Kötitz.

Bewusst wurde er so platziert, dass er bei normalen Wasserständen unter der Oberfläche verborgen bleibt. Erst wenn der Wasserstand der Elbe deutlich sinkt, soll der Stein sichtbar werden.

Damit erfüllt er genau jene Funktion, die Hungersteine seit Jahrhunderten besitzen: Sie markieren außergewöhnlich niedrige Wasserstände und machen Trockenperioden auch für spätere Generationen nachvollziehbar.

Der Coswiger Stein trägt dafür die Jahreszahl 2026.

Wann er erstmals vollständig sichtbar sein wird, lässt sich nicht vorhersagen. Das hängt von der weiteren Entwicklung des Elbpegels und künftigen Niedrigwasserperioden ab.

Idee stammt von Coswigs Ordnungsamtsleiter Olaf Lier

Angestoßen wurde das Vorhaben von Olaf Lier, Fachbereichsleiter Ordnungswesen der Großen Kreisstadt Coswig.

Entlang der Elbe gibt es bereits mehrere bekannte Hungersteine. In Dresden, Radebeul und Meißen gehören solche Steine teilweise seit langer Zeit zur lokalen Flussgeschichte.

Coswig verfügte bislang jedoch nicht über ein entsprechendes Zeichen.

Lier griff deshalb die Idee auf, auch in der Großen Kreisstadt an diese historische Tradition anzuknüpfen.

Unterstützung erhielt er von Steffen Spindler. Der ehemalige Lehrer am Gymnasium Coswig betreibt ehrenamtlich die Camera Obscura im Fährhaus Kötitz und stellte den Stein für das Projekt zur Verfügung.

Steffen Spindler schlug die Jahreszahl 2026 ein

Spindler beschränkte sich nicht auf die Bereitstellung des Steins.

Er schlug auch die Jahreszahl 2026 in dessen Oberfläche ein. Damit wird für spätere Betrachter erkennbar sein, in welchem Jahr der Coswiger Hungerstein angelegt wurde.

Die Jahreszahl erhält ihre eigentliche Wirkung allerdings erst dann, wenn der Wasserstand entsprechend niedrig ist.

Bei normalen oder höheren Pegeln verschwindet der Stein wieder unter den Fluten. Wer in einigen Jahren oder Jahrzehnten die eingemeißelte Zahl entdeckt, sieht damit zugleich ein Zeugnis aus dem Jahr 2026.

So entsteht ein ungewöhnliches Zeitdokument, dessen Sichtbarkeit unmittelbar von der Elbe selbst bestimmt wird.

Hungersteine erinnern an Zeiten von Trockenheit und Not

Hungersteine sind keine moderne Erfindung.

Ihre Geschichte reicht mehrere Jahrhunderte zurück. Entlang von Flüssen wurden große Steine im Flussbett mit Jahreszahlen, Zeichen oder Inschriften versehen, wenn der Wasserstand ungewöhnlich niedrig war.

Solche Niedrigwasserperioden hatten früher häufig weitreichende Folgen. Niedrige Flussstände konnten die Schifffahrt beeinträchtigen, Mühlen und andere vom Wasser abhängige Gewerbe treffen und mit längeren Trockenphasen verbunden sein.

Trockenheit wiederum bedrohte Ernten und verschärfte in früheren Jahrhunderten die Versorgungslage.

Wenn bestimmte Steine im Flussbett sichtbar wurden, verband sich damit deshalb vielfach die Erinnerung an wirtschaftliche Schwierigkeiten, Missernten oder drohenden Hunger.

Daraus entwickelte sich die Bezeichnung „Hungerstein“.

Elbe besitzt eine lange Hungerstein-Tradition

Gerade an der Elbe sind mehrere historische Hungersteine bekannt.

Sie machen sichtbar, dass extreme Niedrigwasserstände kein ausschließlich modernes Phänomen sind. Zugleich dokumentieren die eingemeißelten Jahreszahlen, wie Menschen früher versucht haben, außergewöhnliche Naturereignisse für kommende Generationen festzuhalten.

Der neue Stein in Coswig unterscheidet sich von historischen Exemplaren insofern, als er bewusst im Jahr 2026 neu angelegt wurde.

Er ist damit kein wiederentdecktes jahrhundertealtes Relikt, sondern eine Fortsetzung der Tradition.

Genau darin liegt sein besonderer Charakter: Die Stadt greift eine historische Form der Erinnerung auf und führt sie in der Gegenwart weiter.

Kötitz erhält ein neues Stück Elbgeschichte

Der Standort nahe dem Fähranleger passt zu diesem Gedanken.

Kötitz ist eng mit der Elbe verbunden. Die Fährstelle und das Fährhaus gehören zu den prägenden Elementen des Ortsteils.

Mit dem Hungerstein kommt nun ein weiteres Detail hinzu, das die Verbindung zwischen Ort und Fluss sichtbar macht – allerdings nur zeitweise.

Der Stein soll kein dauerhaft sichtbares Denkmal am Ufer sein. Sein Auftauchen wird vielmehr selbst zum Ereignis.

Je höher die Elbe steht, desto tiefer bleibt das neue Zeichen verborgen. Sinkt das Wasser weit genug, kommt die Jahreszahl 2026 zum Vorschein.

Damit lässt sich künftig unmittelbar beobachten, wann der Fluss einen außergewöhnlich niedrigen Stand erreicht.

Wann „2026“ sichtbar wird, entscheidet die Elbe

Ob der neue Hungerstein bereits bald zu sehen sein wird oder zunächst für längere Zeit unter Wasser bleibt, ist offen.

Genau das gehört zum Konzept.

Die Stadt schafft mit dem Stein kein gewöhnliches Ausstellungsstück, sondern ein Zeichen, dessen Sichtbarkeit von der natürlichen Entwicklung des Flusses abhängt.

Sollte die Elbe in Zukunft starkes Niedrigwasser führen, dürfte der Stein damit auch für Spaziergänger und Besucher am Fähranleger interessant werden.

Dann wird aus der heute noch unter Wasser verborgenen Jahreszahl ein sichtbares Erinnerungszeichen.

Coswig hat damit eine alte Elbtradition aufgegriffen und ihr ein neues Kapitel hinzugefügt.

Quellen

Große Kreisstadt Coswig – Presseinformation „Coswiger Hungerstein erinnert an Niedrigwasser und alte Elbtradition“