Ein ungewöhnlicher Umweltschaden nahe Bad Frankenhausen beschäftigt weiterhin die Ermittler. Auf einem rund 1,6 Kilometer langen Feldweg entlang des Unstrut-Werra-Radwegs wurde zerkleinertes Baumaterial verteilt. Untersuchungen ergaben später, dass der Bauschutt gesundheitsgefährdende Stoffe enthält, die bereits in den Boden gelangt sind.

Die Kriminalpolizei sucht weiterhin nach Hinweisen auf die Verantwortlichen.

Ablagerung vermutlich schon 2025 erfolgt

Nach bisherigem Ermittlungsstand wurde das Material vermutlich bereits im Mai 2025 auf dem Weg aufgebracht.

Eine Genehmigung des Grundstückseigentümers gab es nicht.

Schwere Maschinen dürften eingesetzt worden sein

Aufgrund der Länge der betroffenen Strecke gehen die Ermittler davon aus, dass Lastwagen und schwere Baumaschinen verwendet wurden.

Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Arbeiten von Zeugen beobachtet worden sein könnten.

Sanierung könnte teuer werden

Besonders problematisch ist nicht nur die illegale Ablagerung selbst.

Weil Schadstoffe in den Boden gelangten, muss der Bereich fachgerecht saniert werden. Nach Einschätzung der Polizei dürften die Kosten erheblich sein.

Radwegregion braucht intakte Landschaft

Der betroffene Bereich liegt entlang des Unstrut-Werra-Radwegs. Für eine touristisch geprägte Region ist ein solcher Umweltschaden besonders ärgerlich.

Rad- und Wanderwege leben gerade von einer intakten Landschaft und einem gepflegten Umfeld.

Die Ermittlungen sind deshalb nicht nur ein Polizeithema, sondern betreffen auch Natur- und Tourismusinteressen.

Quellen

Polizei Thüringen / Deutsche Presse-Agentur: Ermittlungen wegen gesundheitsgefährdenden Bauschutts nahe Bad Frankenhausen, Juli 2026